Eurasier von der Schwarzwaldbahn
Eurasier von der Schwarzwaldbahn

 

So nun zu unserem "Briten" Apollo.

 

Der "Bubi" des Rudels. Einfach zum knuddeln, lammfromm, ruhig, souverän, absolut ohne Rüdenmanieren und verschmust ohne Ende.

 

 

Apollo ist Kyras Sohn und wurde damals für ein "Projekt" ausgesucht. Apollo sollte bei uns aufgezogen werden und dann mit einem Jahr nach England übersiedeln, um als Deckrüde frisches Blut auf die Insel zu bringen.

 

 

Brigitte Mordan-Grimm, Vorsitzende der Eurasier Society UK und mittlerweile eine sehr gute Freundin, rief das Projekt ins Leben, organisierte und bezahlte alles und war auf dem Papier rechtmäßige Besitzerin. Apollo sollte allerdings bei einer Familie in Schottland leben, die seit Jahren aktiv Eurasier züchteten. Uns war das sehr recht, dass er wieder in ein Eurasierrudel kommen sollte. Nach einem tränenreichen Abschied siedelte Apollo dann im Januar 2011 nach England über.

 

 

Schon nach wenigen Wochen war klar da stimmte was nicht. Weder Brigitte noch wir bekamen Antwort auf unsere Emails. Im Sommer 2011 wurde Apollo dann ohne Wissen von Brigitte und ohne Zustimmung des Vereins zum Decken verwendet. Brigitte verweigerte die Unterschrift auf den Papieren. Das Drama begann. Man machte über Internet und Facebook einen wahren Propagandalauf gegen Brigitte, da diese als seriöse Züchterin diese Absichten nicht unterstützte. Irgendwann wurde dann Apollo im Internet zum Verkauf angeboten, auch von absichtlichem ‚Verlieren’ wurde geschrieben. Brigitte bot wiederholt an, den Hund zurückzuholen, aber das wurde immer kurzfristig von der anderen Seite abgesagt. Etliche Züchter versuchten zu helfen und irgendwie an den Hund ranzukommen da betitelt wurde "er würde zu nichts mehr nützlich sein und wäre ein unnötiger Fresser". Auch von Kastration als war die Rede. Trotz Mediation und Versuchen von allen Seiten kam man nicht an Apollo ran. Ich hielt mich zu dieser Zeit im Hintergrund wurde aber immer umfassend informiert.

 

 

Es gingen die wildesten Gerüchte umher und bei vielen dachte ich erst, das sei ein schlechter Scherz aber als dann Mitte Dezember Berichte kamen, dass es dem Hund möglicherweise sehr schlecht ginge, beschloss ich aktiv zu werden. Ich nahm vorsichtig Kontakt auf mit der besagten Dame aus Schottland und erklärte mich als Züchter bereit, Apollo zurückzunehmen. Sie willigte recht problemlos ein und ich fuhr nach Schottland hoch und holte Apollo ab.

 

 

Ein Bild des Grauens. Nach nur zehn Monaten erkannte er mich nicht mehr und er lief geduckt mit eingezogenem Schwanz und nervösem Blick. Schaute ständig panisch um sich und war extrem nervös und zudem sehr abgemagert. Mit dem Schnellzug ging es zurück nach London und von dort über Frankreich nach Deutschland mit dem Zug und vom Bahnhof mit dem Auto nach hause.

 

 

Apollo hat 60 cm Schulterhöhe und wog bei seiner Ankunft in Deutschland 18 kg!!! Ich glaube weiter muss ich nichts erklären. Ich will nicht wissen, was mit dem Hund passiert ist, jedenfalls brachten wir es nicht übers Herz ihn nochmal herzugeben und so blieb er bei uns. Er wurde herzlich wieder ins Rudel aufgenommen.

 

 

An dieser Stelle einen riesen Dank an Brigitte Mordan-Grimm die in den ganzen Monaten die Nerven behielt und mit viel Geduld und Einsatz dafür sorgte, dass Apollo da rausgeholt werden konnte! ;-)

 

 

Apollo deckt nun nach monatelangem Aufpäppeln auch im EZV und steht den englischen Züchtern der Eurasier Society UK gebührenfrei zur Verfügung, da wir weiterhin das ursprüngliche Projekt unterstützen wollen.

 



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© Nina Wiegand